Afghanistan: Rückzug in Verantwortung
Afghanistan PK

- Jenny McCarthy von Enna, Monika Hauser von medica mondiale und Ulrich Post von VENRO auf der Bundespressekonferenz am 10. November in Berlin
Der Abzug der Bundeswehr und internationaler Truppen aus Afghanistan darf kein Rückzug aus der Verantwortung für das kriegsgebeutelte Land sein. Im Vordergrund eines zukünftigen Engagements müssen die Bedürfnisse der afghanischen Bevölkerung stehen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Beteiligung und Förderung von Frauen.
Dies fordern VENRO und das europäische Afghanistan-Netzwerk ENNA sowie 18 internationale Organisationen in einem Positionspapier, das im Vorfeld der zweiten Bonner Afghanistan-Konferenz in Berlin vorgestellt wurde.
VENRO-Pressemitteilung PDF
Positionspapier „International Afghanistan Conference in Bonn:
Priorities For Action“ PDF
Mehr Informationen sowie ein Interview mit dem Sprecher der VENRO-AG Robert Lindner, erhalten Sie in der neuen Ausgabe von "VENRO infomiert"


Afghanistan_AG (Kopie 1)
VENRO-Arbeitsgruppe Afghanistan
Die Arbeitsgruppe (AG) Afghanistan hat folgende Aufgaben:
- Unterstützung der Meinungsbildung von VENRO zu zentralen Problemen der Not- und Entwicklungshilfe in Afghanistan;
- Erarbeitung gemeinsamer Positionen auf Basis der Erfahrungen der in und zu Afghanistan tätigen VENRO-Mitgliedsorganisationen;
- Koordiniertes Handeln gegenüber Politik und (Fach-)Öffentlichkeit, um gemeinsame Interessen wirkungsvoller zu vertreten und durchzusetzen;
- Erfahrungsaustausch der Mitgliedsorganisationen über ihre Projekt- und sonstige Arbeit in und zu Afghanistan auf nationaler und internationaler Ebene.
Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr und die Frage der zivil-militärischen Zusammenarbeit sind von großer entwicklungs-, außen- und sicherheitspolitischer Bedeutung. Daher ist die Arbeit der AG Afghanistan eingebettet in den VENRO-Arbeitsschwerpunkt „Entwicklung und Sicherheit“. Aufgrund der hohen politischen und medialen Relevanz wird sich VENRO auch in den nächsten Jahren zu diesem Themenkomplex politisch positionieren.
Die AG bietet für diese Positionierung und die notwendige verbandsinterne Abstimmung eine gute Arbeitsstruktur. In der AG Afghanistan arbeiten folgende Hilfsorganisationen mit: Ärzte ohne Grenzen, Afghanistan-Schulen, Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz, HELP, Johanniter Unfallhilfe, Kindernothilfe, Malteser International, medica mondiale, medico international, Misereor, Oxfam Deutschland, Welthungerhilfe und World Vision Deutschland.
AG-Sprecher ist Robert Lindner von Oxfam Deutschland,
E-Mail: rlindner(at)oxfam.de


